...in der Herbstzeit des Jahres 1999, viele Schüler mit grossem Elan daran, auf dem Areal der Primarschule Grossacher in Winkel, während der Pause, Unihockey zu spielen. Dabei sah ihnen mit grenzenloser Bewunderung ein bald zehnjähriger Junge mit blondem Haarschopf zu. Er konnte sich an diesem interessanten Spiel nicht satt sehen. Mit jedem Tag, an dem er dem Spiel nur zuschauen durfte, wuchs in ihm der Wunsch, ebenfalls ein Unihockey-Spieler zu werden. Er wollte unbedingt auch dabei sein!
Mit den Spielern über den Pausenplatz laufen - viele Goals schiessen - miteifern - wenn auch nicht genau nach den Regeln gespielt wurde, den Sieg feiern, oder die Niederlage miteinander teilen.
Ja, so war das mit dem Jüngling und fortan träumte er davon. Daheim erzählte er immer ganz genau, was da so auf dem Pausenplatz gespielt wurde und lag somit der ganzen Familie und vor allem seiner Mutter in den Ohren.
Ja, ja, genau so war’s!
Aber eben, meistens kommt es so, wie es kommen muss. Dieser Bubentraum hatte einen gravierenden Hacken. Der Knabe konnte nicht mitspielen, da er keinen Unihockey-Stock hatte, abgesehen davon – wollte er sowieso Goali werden, denn, die Goalis fand er unwahrscheinlich cool. Aber um Goali werden zu können, braucht man auch eine Goaliausrüstung! Und genau diese fehlte ihm.
Sodann lag er mit seinem Wunsch (nach einer Goaliausrüstung) jedermann/frau in den Ohren. Glücklicherweise hatte er bald Geburtstag. Dieser Geburtstag war nun der Meilenstein für seine Zukunft im Unihockey. Er bekam tatsächlich seine gewünschte Ausrüstung! Juhui, endlich durfte er auch Unihockey spielen!
Der Knabe liebte seine Ausrüstung so sehr, dass er nun täglich mit Helm, Knieschoner und Handschuhen bestückt in die Schule ging. Dabei muss erwähnt sein, dass sein Schulweg durch das ganze Dorf führte.
Diese Aufmachung blieb natürlich in Winkel nicht unbemerkt. Winkler-Bürger fanden, dass dieser Knabe doch einen beachtlichen Eifer an den Tag lege und fragten sich, ob er denn irgendwo in Winkel trainiere?
Und so kam es wie es kommen musste. Eine solche Schwärmerei für diesen Sport wollten auch andere Kinder teilen. Nur eben, es gab in Winkel keine Möglichkeit, das Unihockey-Spiel - ausser auf dem Pausenplatz - zu praktizieren.
Aber viele fanden, es wäre doch schön, wenn es in Winkel ein Unihockey-Training, mit einem Trainer der „druus chunt“, geben würde.
Die Mutter des Jungen teilte diese Meinung auch. Bei einem Schwatz mit einer anderen Mutter, eines unihockeyvernarrten Knaben, erfuhr sie, dass es im Dorf einen Spitzenunihockey-Trainer gab.
Und schon war’s geschehen. Sie hatte die Telefonnummer des besagten Trainer’s aufgespürt und sogleich angerufen. Dieser schlug vor, dass er ein Training für eine Interessengruppe, mit mindestens 8 Kindern, durchführen würde. Gesagt getan!
Sie setzte alles daran, dem Trainer die gewünschte Kinderschar zu bringen. Das Unternehmen hatte nun mittlerweile auch einen Namen erhalten: Projekt 2000. Alsdann wurde ein Inserat in der Winkler „Dorfziitig“ platziert, indem ein Training für unihockeyinteressierte Knaben angeboten wurde.
Dieses Inserat erwies sich als so erfolgreich, dass der Trainer und die Mutter sich plötzlich in einer unglaublichen Situation befanden. Es hatten sich weit mehr Kinder angemeldet - nämlich 17 Kids - als sich die beiden je vorstellen konnten. Damit kein Knabe enttäuscht sein würde, organisierten sie kurzerhand ein zweites Training.
Somit begann das Unihockeyspiel in Winkel Fuss zu fassen und Geschichte zu schreiben.
Wie es von diesem Zeitpunkt an weiter ging, wissen alle die dabei waren und die dabei sein werden, ganz genau. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch
heute...